Universitätsarchiv Stuttgart

FAQ

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Version vom 24. Mai 2013, 20:32 Uhr von NorbertBecker (Diskussion | Beiträge)

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FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ich habe bei der Suche nach Namen eine ganze Anzahl von Treffern erhalten, finde die gesuchte Person aber gar nicht in den Listen!

Die Datenbank liefert Ihnen bei der Suche die Seiten aus den Studierendenverzeichnissen, auf denen der Name der gesuchten Person stehen müsste, wenn diese an der Technischen Hochschule Stuttgart in dem fraglichen Zeitraum studiert hat. Wenn Sie den Namen in einer oder allen Listen nicht finden, hat die gesuchte Person hier auch in dem entsprechenden Semester bzw. überhaupt nicht studiert. Die Suche nach Namen nimmt Ihnen im Grunde nur die Arbeit des Blätterns in den Listen ab, mehr nicht.

Ach so. Warum wurden denn nicht alle Studierenden in der Datenbank erfasst?

Weil wir dann mehr als 140.000 Namen hätten übertragen (abschreiben) müssen! Das ist eine gewaltige Zahl und eine gewaltige Arbeit... Der Hauptgrund aber ist, dass dabei viele, kaum zu bemerkende Fehler unvermeidlich gewesen wären. Sollten wir uns zum Beispiel bei einem Namen verschreiben, so ist die Person an dieser Stelle nur dann noch auffindbar, wenn Sie die Scans der Bücher grundsätzlich durchblättern, weil Sie der Datenbank misstrauen (was jeder Wissenschaftler ja tun sollte!). Da ist es dann besser, Sie schauen gleich selbst nach und haben die Möglichkeit, Ihr Ergebnis an den Bildern auch noch mehrfach zu überprüfen.

Sind die Listen vollständig? Kann ich mich darauf verlassen, dass ich über diese Datenbank die gesamte mögliche Information vollständig erhalte?

Leider nein: Wir mussten feststellen, dass im Verzeichnis 10/1 ein ganzer Bogen fehlt. Alle Schüler oder Studenten, die seit der Gründung 1829 und bis zum Sommersemester 1879 hier studiert haben und deren Nachnamen mit Beck bis Bork beginnen, fehlen in diesem Buch und sind somit nicht nachweisbar. Dies sind vermutlich ca. 320 Studenten. Einen gewissen Ersatz können aber Studentenlisten bilden, die sich im Staatsarchiv Ludwigsburg erhalten haben (Bestand: E 226/201). Hier finden sich in den Beilagen zu den Rechnungsbüchern der Technischen Hochschule ab dem Wintersemester 1880/1881 ebenfalls Studentenlisten. Es ist geplant, Scans dieser Listen in die vorliegende Datenbank zu integrieren.

Es gibt handschriftliche und gedruckte Verzeichnisse. Worin besteht der Unterschied?

Erhalten haben sich zwei Serien von Studentenverzeichnissen:
A) Handschriftliche oder mit Schreibmaschine geschriebene und im Nassdruckverfahren vervielfältigte Bücher (Universitätsarchiv Stuttgart, Bestand 10 Nr. 2 bis Nr. 54). Sie decken (mit Lücken) den Zeitraum vom Sommersemester 1901 bis zum Wintersemester 1931/32 ab.
B) Gedruckte Studentenverzeichnisse (Universitätsarchiv Stuttgart, Bestand 10 Nr. 56 bis 95, 98, 99). Der Zeitraum, den sie abdecken, überschneidet sich zum Teil mit dem der handschriftlichen und maschinenschriftlichen Listen: Wintersemester 1897/98 bis Sommersemester 1916, Sommersemester 1919 und Wintersemester 1927/28.
Die Datenbank bietet Ihnen beide Listen, auch wenn sich die einzelnen Bücher zeitlich überschneiden. Sie haben die Möglichkeit, alle vorhandenen Listen eingehend zu durchsuchen.

In vielen Verzeichnissen finden sich handschriftliche Korrekturen und Ergänzungen. Was haben diese zu bedeuten?

Die Verzeichnisse, deren Scans Sie hier sehen, wurden im Studentensekretariat der Technischen Hochschule Stuttgart verfasst und aktualisiert. Dort hat man als Grundlage für ein neues Verzeichnis ein Buch aus dem laufenden Semester genommen und die Änderungen für das darauf folgende Semester zunächst handschriftlich, als Konzept eingetragen: Durch Streichung eines Namens wurde die Exmatrikulation festgehalten, durch die handschriftliche Eintragungen eines Namens die Immatrikulation. Daher weisen viele Bücher den Stand von zwei Semestern auf: Das laufende Semester sowie das darauf folgende Semester als Konzept. Hier ein schönes Beispiel: Der ursprüngliche Text ist die Studierendenliste vom Wintersemester 1919/20 und die handschriftlichen Änderungen geben den Stand vom darauf folgenden Sommersemesters 1920 wider.
Etwas verwirrend mag sein, dass auf den Buchdeckeln der Studentenverzeichnisse 10-048 , 10-049 , 10-050 , 10-052 , 10-053 , 10-054 im Titel das Semester der Konzeptfassung steht und nicht, wie man erwarten könnte, das Semester der Konzeptvorlage.

Vor manchen Namen findet sich ein * Sternchen oder manchmal auch der Buchstabe K. Warum?

Das * Sternchen weist darauf hin, dass es sich um einen außerordentlichen Studierenden handelt. Diese Studierenden hatten keine volle Hochschulzugangsberechtigung, so dass sie keine Diplomprüfungen ablegen konnten. Sie durften aber an allen Lehrveranstaltungen teilnehmen und konnten ihre erworbenen Kenntnisse in Halbjahresprüfungen nachweisen.
Der Buchstabe K vor einem Namen bedeutet, dass der Studierende gerade im Ersten Weltkrieg Kriegsdienst leistete, also de facto nicht an der Technischen Hochschule anwesend war. Drei Viertel der Studierenden wurden damals zum Militärdienst eingezogen. Ein Fünftel der Studenten kam auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs ums Leben.

Ich finde nur Studentenverzeichnisse. Wo sind die Matrikelbücher?

Die Matrikelbücher, in denen sich die Studierenden mit Namen eintrugen, sind im Jahr 1944 bei einem Bombenangriff auf Stuttgart verbrannt. Erhalten hat sich ein Index zum ersten Matrikelbuch (er wurde von einem Mitarbeiter der Technischen Hochschule/Universität Stuttgart aus dem brennenden Hochschulgebäude gerettet!) sowie 93 weitere Bücher oder Hefte aus der Zeit vor 1945, in denen die Studierenden für ein Semester aufgeführt werden.

Manche Seiten sind farbig, manche nur schwarz-weiß.

Der größte Teil der Bilder sind Scans von Sicherungsverfilmungen. Diese sind wegen der langen Haltbarkeit auf Schwarz-Weiß-Filmmaterial erfolgt. Viele dieser Aufnahmen, oder besser: viele Scans dieser Aufnahmen sind jedoch für die Online-Präsentation nicht ausreichend. Man kann mit ihnen natürlich keine farbigen Eintragungen wiedergeben, aber auch handschriftliche Zusätze mit Bleistift sind am Computerbildschirm kaum zu entziffern. Deswegen haben wir von den entsprechenden Seiten und auch von ganzen Büchern farbige Scans anfertigen lassen.

Was mache ich, wenn ich Studierende nach dem Wintersemester 1931/32 suche?

Kein Problem: Für die Zeit nach dem Wintersemester 1931/32 bis 1944 hat sich eine unvollständige Studentenkartei erhalten (Universitätsarchiv Stuttgart Bestand 10 Nr. 55). Allerdings beginnen hier wie auch für die Zeit nach 1944/45 die Fristen für den Datenschutz und es muss im Einzelfall entschieden werden, ob Informationen zu einem bestimmten Studierenden schon frei gegeben werden können oder nicht. Außerdem gibt es noch Diplomprüfungsakten, einige wenige individuelle Prüfungsunterlagen, Listen von Diplomprüfungen, ein Promotionsverzeichnis und noch andere kleinere Listen von Absolventen. Das sind alles Reste, die im Zweiten Weltkrieg nicht verbrannt sind. Am Besten, Sie fragen uns: Kontakt

Wo sind die Einträge der ersten Frauen, die an der Technischen Hochschule Stuttgart studieren durften?"

Die ersten Studentinnen waren Gertrud Sieglin und Gertrud Fischer. Nach der Genehmigung des Frauenstudiums durch den Württembergischen König am 1. Dezember 1905 immatrikulierten sie sich noch im laufenden Wintersemester 1905/06. Bemerkenswert ist, dass die beide ersten Studentinnen in den Verzeichnissen hinter den Studenten gesondert aufgelistet wurden: Wintersemester 1905/06 (handschriftliches Studentenverzeichnis), Wintersemester 1905/06 (gedrucktes Studentenverzeichnis),Sommersemester 1906 (handschriftliches Studentenverzeichnis), Sommersemester 1906 (gedrucktes Studentenverzeichnis).

Was finde ich noch in den Verzeichnissen? Gibt es auch Listen von Professoren und Assistenten?

Am Anfang vieler Verzeichnisse finden Sie auch einen Personalteil. Zum Beispiel hier. Nutzen Sie die Funktion Stöbern im Bestand, um diese Seiten einzusehen. Interessant ist auch die Seite Frequenz des Königlichen Polytechnikums, auf der die Anzahl der Schüler bzw. Studenten bis zum Wintersemester 1891/92 berechnet wird. Die gedruckten Personal- und Vorlesungsverzeichnisse sind in dieser Datenbank noch nicht enthalten. Einige gescante Vorlesungsverzeichnisse finden Sie aber schon einmal hier.

Bei meiner Suche habe ich Aufstellungen der Hospitanten oder Gasthörer gefunden.

Gasthörer oder Hospitanten hatten die Erlaubnis, einzelne Vorlesungen zu besuchen. Sie sind in der zweiten Serie der Studentenverzeichnisse in gesonderten Listen aufgenommen worden. Diese Listen sind auch eine gute Quelle für die Anfänge des Frauenstudiums.

Auf der Seite Stöbern im Bestand finde ich oben eine merkwürdige Grafik. Was hat diese zu bedeuten?

Es handelt sich um eine Zeitleiste. Hierauf sind mit den blauen Balken die Zeiträume abgebildet, die von den einzelnen Studentenverzeichnissen abgedeckt werden. Der sehr lange Balken am oberen Rand steht für den Index zum Matrikelbuch, der die Namen von Studierenden für den großen Zeitraum von 1829 bis 1918 enthält. Sie können über diese Grafik auch einzelne Bücher bzw. Studentenverzeichnisse aufrufen, indem Sie auf den runden Knopf am linken Rand des entsprechenden blauen Balkens klicken. In dem aufgehenden Fenster wird das Buch beschrieben und oben gibt es einen blauen Link, über den Sie direkt zum Buch gelangen. Die Grafik ist zweigeteilt: Der untere Teil ist eine verkleinerte Version. Hier können Sie die Zeitleiste mit gedrückt gehaltener linker Maustaste nach links und rechts verschieben.

Das ist mir alles zu kompliziert! An wen kann ich mich wenden?

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